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Georges Gloesener, Yves Wengler und Carlo Gambucci  bei der Journée des Élus:
04/05/2017 17:00
 

„Die Gemeinden haben sich gut entwickelt“

Die „Journée des Élus“ im Gemeindewahljahr 2017 diente auch dazu, ein wenig auf die abgelaufene Wahlperiode zurückzublicken.

​Die „Journée des Élus“ im Gemeindewahljahr 2017 diente auch dazu, ein wenig auf die abgelaufene Wahlperiode zurückzublicken. Gleichzeitig gab es einen Blick nach vorn, auf die vielen Herausforderungen in den Gemeinden. Vor allem im Bereich Informatik gäbe es eine „exponentielle Entwicklung“.​

„Große Herausforderung durch wachsende Bevölkerung"

Vor welchen Herausforderungen eine Gemeinde aufgrund einer wachsenden Bevölkerungszahl steht, erklärte Georges Gloesener,  Conseiller im Gemeinderat von Bartringen am Beispiel seiner Gemeinde: „Bartringen ist eine Gemeinde, die in den letzten 5-6 Jahren um 20% gewachsen ist. Wir haben auf den heutigen Tag genau 7.984 Einwohner. Bei diesen Einwohnern haben wir eine Verteilung von 54% Nicht-Luxemburgern und 46% Luxemburgern. Das ist eine große Herausforderung für die Gemeinde. Wir haben aber diesbezüglich viel gearbeitet, wir sind auch gut vorbereitet. Wir machen zum Beispiel eine ‚Soirée de bienvenue', wo wir unsere neuen Mitbürger hierher in diesen Saal einladen. Da bekommen auch unsere Clubs die Gelegenheit, die verschiedenen Vereine zu präsentieren. Die Leute können ihre Kinder dann eventuell schon direkt zum Fußball, zu einem Musikverein oder in anderen Clubs anmelden."

 

„Sich gut vorbereiten auf die Zukunft"

Gloesener, dessen Gemeinde Gastgeber der Journée des Élus 2017 war, ergänzte zum Thema Bevölkerungsentwicklung: „Es ist auch eine große Herausforderung für unsere Schulen und unsere ‚Maisons Relais'. Wir haben vor kurzem die Vergrößerung unserer ‚Maison Relais' eingeweiht. Diesen Sommer werden wir die neue Schule beim Schloss einweihen. Das ist eine Schule für den Cycle 3 und 4. Da werden wir 16 Klassen haben, und insgesamt 22 große Klassensäle sowie 11 kleinere Klassensäle. Diese erlauben uns, individuell auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Zusätzlich haben wir ein paar paar speziellere Säle, etwa einen Informatiksaal, eine Bibliothek oder eine didaktische Küche." Gloesener, der auch Mitglied im Comité des SIGI ist,  zog folgendes Fazit:  „Sie sehen also: Bartringen hat sich gut vorbereitet auf die Zukunft. Und auch in den nächsten Jahren werden wir verschiedene, wichtige Projekte angehen."

„Gemeinden heute oft Vorreiter"

Yves Wengler, Bürgermeister der Stadt Echternach und SIGI-Präsident blickte sogar 15 Jahre zurück und stellte beim Thema Informatik fest: „Da gab es schon diverse Herausforderungen. Damals kamen die ersten Internetseiten auf. Ich meinte: ‚Wir müssten im SIGI  vielleicht einen Service für Internetseiten einrichten'. Manchmal wurde mir gesagt: ‚Die Gemeinden brauchen keine Internetseiten.' Das ist heute kaum vorstellbar.' Wengler ergänzte: „Heute sind die Gemeinden oft  Vorreiter. Sie nutzen verschiedene Möglichkeiten. Dazu dient auch die Journée des Élus, um verschiedene Visionen und Möglichkeiten kennenzulernen."

Internationale Erfahrungen kommen Gemeinden zugute

Um die technologischen Entwicklungen bestmöglich für die luxemburgischen Gemeinden zu nutzen, besuchen SIGI-Mitarbeiter und Gemeindevertreter gelegentlich auch internationale Konferenzen. Wengler: „Vor zwei Jahren waren wir in Lissabon bei einer Konferenz zum Thema ‚Smart Cities'. Da ging es unter anderem um die Themen ‚Internet of Things', Big Data, etc. Es wurde gezeigt, was in anderen Städten umgesetzt wird. Als Resultat der Reise ergab sich schon ein erstes Projekt zusammen mit einer luxemburgischen Gemeinde, welches hier bei der Journée des Élus präsentiert wird."

Wengler erklärte in diesem Zusammenhang: „Das Ganze ist ein flottes Projekt, das wir gemacht haben, wo wir den Gemeinden auch zeigen: So kann die Informatik Ihnen einen neuen, einen anderen, einen besseren Service für den Bürger bieten" und ergänzte: „Das ist auch etwas, worauf wir heute beim SIGI alle stolz sind. Wir haben uns ein bisschen orientiert in Richtung Service-Gedanken. Wir stellen Ihnen diese Angebote zur Verfügung. Es liegt an Ihnen, zu entscheiden, ob Sie diese Angebote in Anspruch nehmen wollen und an Ihre Bürger weitergeben wollen. Wir gehen auf jeden Fall in diesem Sinne weiter."

 

„Beeindruckend, wie sich unsere Gemeinden entwickelt haben"

Carlo Gambucci, Direktor des SIGI, begann seinen Schlussvortrag so: „Wenn wir zurückblicken, wenn wir 2017 mit 2007 vergleichen, wollte ich heute unseren Gemeinden ein Kompliment aussprechen. Wenn Sie sehen, wie sich unsere Gemeinden entwickelt haben, in den Bereichen Finanzen, Inventarisierung, Registres, Patrimoine, etc. Wenn Sie sehen, wie analytisch Sie heute vorgehen. Wenn Sie sehen, wie Sie heute Ihre Kommunikation machen, und wenn Sie sechs Jahre zurückgehen - dann ist das eine ganz andere Welt. Das ist beeindruckend gewesen. Und wir beim SIGI haben uns auch gefreut, diesen Weg mit Ihnen zu gehen. Aber ich meine, es ist hauptsächlich von Ihnen ausgegangen."

 

„Informatik entwickelt sich exponentiell"

Gambucci gab dann „einen Ausblick, wie sich die Informatik bis jetzt entwickelt hat und wie sich die Informatik entwickeln wird" und zeigte ein Schaubild mit Zahlen der Geräte, die mit dem Internet verbunden sind: „Wir hatten 2011 zwei Milliarden Geräte, die am Internet hingen, jetzt sind es 14 Milliarden." Und er fügte hinzu: „Die Technologie ist dabei, sich zu miniaturisieren. Und die exponentielle Kurve wird weitergehen. Wenn Sie die Kurve zwischen 2017 und 2023 betrachten, dann sehen Sie, wo Sie dran sind. Das heißt, es geht immer noch exponentiell voran."

 

Auf einer weiteren Grafik zeigte Gambucci die verschiedenen Verbindungslinien zwischen den Geräten und erklärte: „Auch die Möglichkeit der Kommunikation zwischen diesen Geräten geht exponentiell weiter. Heute haben wir über 105 Milliarden Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den Geräten."

Eine weitere Grafik erläuterte Gambucci wie folgt: „All diese Geräte hängen zusammen, das Netz wird immer dichter und dichter. Hinter den Geräten haben Sie natürlich Leute, Netze und Geschäfte. Wenn Sie sich die Firmen ansehen - wir kennen sie alle. Nehmen Sie zum Beispiel Amazon. Betrachten Sie nur das Wachstum im letzten Jahr. Vor 10 Jahren hat die Firma 200.000 Leute eingestellt. Jetzt hat sie in nur einem Jahr 100.000 Leute eingestellt. Das unterstreicht die Exponentialität der Entwicklung. Oder nehmen Sie Facebook. Auch hier verläuft die Entwicklung exponentiell. Ähnliches gilt für Ebay, Alibaba und Google."

Positive Aspekte nutzen

Gambucci fuhr fort: „Man kann sagen: ‚OK, ich bin vielleicht kein Techniker' oder ‚Ich will nicht in diese Richtung gehen, es ist mir ein bisschen unangenehm.' Aber wenn wir nicht dahin gehen, werden wir dahin gegangen", so Gambucci, der dafür plädierte, auch diverse positive Aspekte zu sehen und anmerkte: „Dank Google etwa haben wir heute das Wissen in der Tasche."

Zum Schluß meinte Carlo Gambucci: „Es gibt zwei gute Bücher. Ich möchte Sie einladen, diese zu lesen. Das eine heißt ‚Exponential Organizations', es ist von Salim Ismail. Das andere heißt ‚The Sharing Economy', es stammt von Arun Sundararajan. Gerade diese Bücher zeigen, welche Entwicklungen auf uns alle zukommen werden. Der SIGI wird auf jeden Fall bereit sein, den Gemeinden bei der aktiven Umsetzung der entsprechenden Herausforderungen beizustehen", so Gambucci.  ​

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