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Gebäude-Inventarisierung für den neuen EnerCoach
23/01/2017 14:00
 

Gemeinde Parc Hosingen zeigte sich erneut als Vorreiter

Für das neue EnerCoach-Programm als integrierte Lösung im GESCOM waren seit August 2016 einige wichtige Vorarbeiten nötig. Parc Hosingen gehörte zu den ersten Gemeinden, die alle Aufgaben erledigte.

​​​​​Interview mit Bürgermeister Jacquot Heinen, mit der Leiterin des technischen Diensts, Josiane Elsen, sowie mit SIGI-Mitarbeiter Christian Fischer.​

Herr Heinen, Ihre Gemeinde gehörte zu den ersten, die alle nötigen Vorarbeiten zum neuen EnerCoach schon im Spätsommer erledigte. Warum war Ihnen das wichtig?

Als wir am 1. Dezember 2012 den Klimapakt unterschrieben haben, sagten wir: „Das ziehen wir konsequent durch, von A-Z.“ Das war uns auch hier wichtig. Bei diesem Projekt ging es um einen wichtigen Aspekt der Energiebuchhaltung. Es ging darum, wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen. Ja, das erforderte auch viel Detailarbeit. Frau Elsen und ihr Team haben sich der Sache angenommen und eine außerordentlich gute Arbeit geleistet. Es war eine Team-Arbeit. Eine solche ist nur möglich, weil wir wirklich tüchtige Leute haben, die schon seit 2012 an dem Thema Klimapakt arbeiten.

Sie haben beim Klimapakt den „Gold-Status“ erreicht. Haben Sie vor diesem Hintergrund überhaupt noch Ziele?

Der Klimapakt geht bis 2020. Deshalb gibt es immer Ziele. Und es kommen immer neue hinzu. Als wir den Gold-Status bekommen haben, sagten wir: „Wir lehnen uns nicht zurück, wir machen weiter mit unserer Arbeit.“ Momentan haben wir immer noch wichtige Projekte parallel laufen. Unsere Gemeinde denkt beim Thema Klimapakt wirklich langfristig. Und es ist schön, dass auch die Leute, die mit mir im Schöffenrat sitzen, in diese Richtung gehen.

Frau Elsen, was war das Ziel der Arbeitssitzung im letzten Sommer?

Christian Fischer vom SIGI kam zu uns in die Gemeinde, um das neue EnerCoach-Programm sowie das „Registre des Immeubles“ zu erklären. Und er hat dargestellt, wie beides zusammenhängt. Und dann war es wirklich eine Arbeitssitzung. Im Rahmen des Treffens ist er mit mir die ganze Liste der Gebäude ​durchgegangen, die damals im EnerCoach enthalten waren. Es ging darum, die Liste der Gebäude im „Registre des Immeubles“ auf den letzten Stand zu bringen. Wir haben auch die Gebäude, die in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde fallen, als solche gekennzeichnet. Das bringt einige Vorteile bei der Darstellung.

Welcher Nutzen ergibt sich für Ihre Gemeinde aus dem neuen EnerCoach?

Ein Nutzen ist, dass alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Energiebuchhaltung noch einfacher zu erledigen sein werden. Es gibt jetzt sozusagen eine Plattform, eine zentrale Sammelstelle, in der wir alle energetische Werte eingeben können. Das zwingt uns zum Beispiel nicht mehr, drei oder vier Programme parallel zu aktualisieren und laufen lassen zu müssen.

Welches Fazit ziehen Sie?

Wir mussten ein bisschen Zeit investieren, um die grundlegenden Arbeiten zu erledigen. Aber es war notwendig und es hat sich gelohnt. Die neue Lösung ist enorm praktisch. Alle Energiewerte unserer Gebäude lassen sich jetzt noch einfacher erfassen, berechnen und auswerten. Die Energiebilanzen lassen sich noch einfacher erstellen. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch die Vernetzung mit GESCOM.

Herr Fischer, Sie waren im August 2016 in Parc Hosingen. Welchen Auftrag hatten Sie da?

Meine Arbeit bestand darin, in der Gemeinde sicherzustellen, dass derselbe Gebäude-Bestand, der bis jetzt in der EnerCoach-Anwendung enthalten ist, auch im „Registre des Immeubles“ ist. Dann ging es darum, diverse Informationen gegenseitig abzustimmen und einigen Gebäuden einen Status zuzuordnen, im Sinne von: „Das ist ein ‚immeuble communal‘. Parc Hosingen ist in dieser Hinsicht übrigens interessant: Sie hat mehr Gebäude als andere Gemeinden in ihrem Zuständigkeitsbereich, weil sie eine Fusionsgemeinde ist.

War Parc Hosingen eine Vorreitergemeinde bei dem ganzen Projekt?

Ja. Nach einem Brief von myenergy und SIGI im August 2016 war Parc Hosingen gleich eine der ersten Gemeinden, in denen eine Arbeitssitzung vor Ort stattfand. Wir kannten uns schon früher, von dem Projekt „Tableau de Bord du Patrimoine Communal“. Das machte es einfach. Beim Anlegen und Validieren der Gebäude sind Josiane Elsen und ich auch entsprechend zügig vorangekommen.

Warum musste die Arbeit in diversen luxemburgischen Gemeinden in den letzten Monaten gemacht werden – und nicht erst Mitte 2017?

Es hat unter anderem mit den Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Energiebuchhaltung zu tun. Die Gemeinden haben einen Termin bekommen, zu dem sie die Energiebilanzen abgeben müssen. Von diesen hängen auch entsprechende staatliche Unterstützungen ab. Der Start im August war auch deshalb wichtig, weil das ganze Thema Inventarisierung einen größeren Aufwand bedeutet. Früher oder später werden in Luxemburg alle Gemeinden, die den Klimapakt unterschrieben haben, eine Energiebuchhaltung durchführen müssen. Um eine solche korrekt machen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Gemeinden wurden darüber im August 2016 informiert, in dem erwähnten gemeinsamen Brief von myenergy und SIGI.

Warum wird eigentlich vom „neuen EnerCoach“ und von „integrierter Lösung“ gesprochen?

Das frühere EnerCoach war in eine Office-Umgebung eingebettet, mit allen damit verbundenen Einschränkungen. Beim neuen EnerCoach ging es darum, es auf ein Datenbank-Level zu bringen. Dazu waren ein paar grundlegende Arbeiten erforderlich. Von integrierter Lösung wird gesprochen, weil im Grunde eine Transition der Informationen von einem Standalone-System in ein vernetztes System vorgenommen wurde. Das bringt für die Gemeinden einige Vorteile.

Vielen Dank für das Gespräch!

Über die Gemeinde Parc Hosingen

Zur Gemeinde Parc Hosingen (Kanton Clerf) gehören seit der Fusion die früheren selbständigen Gemeinden Consthum, Hoscheid und Hosingen. Sie besteht aus 13 Ortschaften. 2017 kann die Gemeinde auf fünf Jahre Fusionsgemeinde zurückblicken (Entstehungsdatum: 1. Januar 2012) sowie auf fünf Jahre Unterzeichnung des Klimapakts (welche am 20. Dezember 2012 erfolgte).

Über die Interviewpartner

Jacquot Heinen ist seit 1972 in der Gemeinde aktiv, seit 2000 Bürgermeister der alten Gemeinde Hosingen, die am 1. Januar 2012 zur Gemeinde Parc Hosingen fusionierte.

Josiane Elsen ist Dipl. Ing. (FH) und seit 1. September 2012 als „Ingénieur industriel“ in Parc Hosingen tätig. Sie leitet dort den technischen Dienst der Gemeinde.

Christian Fischer ist seit 2013 als „Consultant Financier“ im Service Finance des SIGI aktiv. Er unterstützt seit August, gemeinsam mit Max Felten, Daniel Kemp und Philipp Dahlem vom SIGI, diverse Gemeinden beim Thema „Gebäude-Inventarisierung“ - dies in Zusammenhang mit dem Energiebuchhaltungsprogramm EnerCoach, das in einer neuen Form vorliegt.

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