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Nachlese Journée des Elus 2017
15/03/2017 14:00
 

Marc Lies: "So half die analytische Buchhaltung der Gemeine Hesperingen"

Wie genau kam es zu der analytischen Buchhaltung in der Gemeinde Hesperingen? Und wie hilft das Ganze der Gemeinde, einen (noch) besseren Überblick über die Ausgaben zu bekommen?

​​​​​​In einem lebendigen Vortrag gab Marc Lies einen interessanten Blick hinter die Kulissen. Ein Ansatz des Bürgermeisters von Hesperingen und seines Teams: Weg von der reinen Verwaltung hin zu einem aktiven Management. Hier das Wichtigste seines Vortrags beim SIGI-Journée des Élus zum Nachlesen.

Vor sieben Jahren, in 2010, wurden in der Gemeinde Hesperingen „centres analytiques“ (Kostenartengruppen) eingerichtet. Diese werden seither regelmäßig, nämlich monatlich, analysiert. Dieser Entscheidung gingen verschiedene Überlegungen und Vorarbeiten voraus. Marc Lies stellte diese vor - in einem kurzen Rückblick auf die letzten 12 Jahre.

Weichenstellungen schon vor 12 Jahren

Marc Lies dazu: „Ende 2005, nach den Gemeindewahlen, wurde ich Finanzschöffe bei uns in der Gemeinde. Wenn man Finanzschöffe ist, sollte man darauf achten, eine genaue Analyse der Finanzen seiner Gemeinde zu machen. Sieht man sich das traditionelle Budget mit all seinen Positionen an, die man zu verwalten hat, respektive zu durchforsten hat, so ist das nicht wenig. Jedes Budget hat rund 900-950 Budgetpositionen. Diese umfassen sowohl Einnahmen als auch Ausgaben, sowohl im ordentlichen als auch außerordentlichen Bereich. Der Großteil der Positionen sind allerdings die Ausgaben im ordentlichen Haushalt, da spielt auch die Musik.“

 

Restrukturierung des Service Financier ab 2009

Bei seinem Rückblick ging der Hesperinger Bürgermeister speziell auf den „Service Financier“ seiner Gemeinde ein. „Als ich 2009 Bürgermeister wurde, war es mir wichtig, eine Restrukturierung unserer Verwaltung vorzunehmen. Dabei legte ich auch einen Fokus auf unsere Finanzabteilung, um genau diese „centres analytiques“ (Kostenartengruppen) zu implementieren. Aber auch, um Statistiken auf monatlicher Basis erstellen zu können. Diese sollten mir zugänglich sein, aber auch allen Leuten unserer Gemeinde, welche die einzelnen Kostenpositionen verwalten. Sie sollen am Monatsende sehen: „Bin ich noch im grünen Bereich – oder fängt es an, kritisch zu werden?“

Beim SIGI vorstellig geworden

Bei der Implementierung des neuen Ansatzes in den letzten Jahren war auch der SIGI ein wichtiger Begleiter, so Marc Lies: „Ein wichtiger Aspekt ist es, die Funktionskosten zu analysieren, ein anderer, das Budget so gut wie möglich aufzustellen. Da genügt es nicht, sich allein auf die traditionellen Budgetpositionen zu fokussieren. Da braucht man auch ein Spiegelbild davon, zum Beispiel, wo etwas hingebucht wird. Der Spiegel ist da extrem wichtig.“ Lies weiter: „Nachdem ich diese Übung der Budgetanalyse und der Budgetaufstellung ein paar Jahre gemacht habe, bin ich auch beim SIGI vorstellig geworden, um zu fragen: „Gibt es über GESCOM eine Möglichkeit eines solchen Spiegels? Dass man etwa, wenn man verschiedene Kostenartengruppen eingibt, sieht: Was ist darauf gebucht? Das Ganze auch, um zu wissen: „Was kosten mich die einzelnen Infrastrukturen?“ Es handelte sich insofern, so Lies, „um ein gutes Werkzeug, um die tagtägliche Verwaltung seiner Ausgaben machen zu können, Einsparungen vornehmen zu können und natürlich auch darum, das Budget für die einzelnen Kostenpositionen aufstellen zu können.“ ​​

 

Einblick in die Kostenartengruppen der Gemeinde Hesperingen

Marc Lies zeigte ein Schaubild mit dem Titel „Ausgaben im ordentlichen Haushalt 2016“. Es listete alle „centres analytiques“ der Gemeinde Hesperingen auf. An den ersten drei Stellen: „Rémunerations et indemnités“, „Participations aux frais“ und „Gestion des batîments“. Lies dazu: „Ich meine, ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass bei den Gemeinden, wie auch bei allen Betrieben, die Gehälter der größte Kostenblock sind. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, wie auch bei allen anderen ‚centres analytiques‘: Wohin genau werden die Ausgaben gebucht?“ Die drittgrößte Kostenartengruppe der Gemeinde Hesperingen im Jahr 2016 war laut Lies übrigens der Bereich „Gestion des batîments“ mit rund 2,8 Millionen Euro. Lies fügte hinzu: „Auch hier ist es wichtig, zu analysieren: In welche Unterkategorien werden die einzelnen Ausgaben hingebucht?“ In der Gemeinde Hesperingen entfallen die höchsten Kosten, so zeigte es eine weitere anschauliche Grafik, auf „complexes scolaires, culturels & sportifs“. Erst auf hinteren Rängen befinden sich solche Bereiche wie „Atelier/Mairie“, „Terrains de sports“ oder „Centres culturels“.

 

Unterhalt, Wartung und Energie: die dicksten Kostenpositionen bei Infrastrukturen

Aufschlussreich war auch ein Schaubild mit den Kostenpositionen Energie, Unterhalt, Wartung, Reinigung, etc. Lies: „Da sieht man klipp und klar, welcher Energieverbrauch und welche Kosten bei einzelnen Gebäuden anfallen. Unterhalt und Wartung sind sicher die dicksten Posten in einer Gemeinde, aber auch die Energiekosten. Die Höhe der Unterhaltskosten hängt beispielsweise davon ab, ob energetische Sanierungen zu machen sind, ob Fenster ersetzt werden müssen, ob Schäden an Dächern zu reparieren sind, etc.“

Energiekosten analysieren - wichtig auch im Rahmen des Klimapakts

Gegen Ende seiner Präsentation ging Marc Lies noch auf die verschiedenen Energiearten in der Gemeinde (Fernwärme, Elektrizität, Gas, Öl) sowie die Energiekosten über die Jahre hinweg ein: „Im Rahmen des Klimapakts ist es wichtig, dass wir sehen, was und wo an Energie verbraucht wurde. Wichtig sind die Details pro Gebäude, nicht nur die Globalsumme.“ Lies zeigte eine energetische Analyse am Beispiel der verschiedenen Schulen im Gemeindegebiet (Howald, Hesperingen, Fentingen, Itzig, Alzingen) und erklärte: „Anhand diverser Kennzahlen können wir festlegen, wie wir weiter vorgehen, etwa, welche verschiedenen Gebäude energetisch zu sanieren sind, um weniger Energie zu verbrauchen. Das Ganze dient auch dazu, die Verantwortlichen zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen: Du hast noch verschiedene Möglichkeiten, den Energieverbrauch über die Jahre zu drosseln.“ Die Details erhalte er übrigens ganz schnell von seinem Team: „Das bekomme ich auf Knopfdruck. Ich muss unserem Mann aus dem Service Financier nur sagen: Gib mir dies oder jenes Gebäude. Was ist darauf gebucht worden? Dann habe ich das innerhalb von Minuten.“

 

Etwas aufwendig, aber es lohnt sich

​​Seinen lebendigen Vortrag schloss Marc Lies mit folgender Bemerkung in Richtung Publikum ab: „Ich meine, es ist relativ komplex. Aber die Details sollte man sich antun. So kann man seine Gemeinde, was die Finanzen angeht, so optimal wie möglich verwalten und gestalten.“​

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