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Aus der Praxis berichtet
28/03/2017 14:00
 

René Daubenfeld: "Unsere Erfahrungen mit den neuen, intelligenten Wasserzählern"

„Gemeinde Bauschleiden übernimmt Vorreiterrolle bei der Einführung intelligenter Wasserzähler“ war im Luxemburger Wort vom 31. Januar 2017 zu lesen.

​​​​​Neun Tage später, bei der Journée des Élus, gab es alle Details zu diesem Pilotprojekt. Bürgermeister René Daubenfeld berichtete von seinen Erfahrungen – und vom Nutzen, den eine Gemeinde aus dem Zukunftsthema „IOT - Internet of things" ziehen kann.​

Neuartige Funk-Wasserzähler installiert

„Ich bin kein technischer Spezialist", begann René Daubenfeld bescheiden und erklärte: „Deshalb will ich in kurzen, verständlichen Worten beschreiben, wie die Hardware auf unserem Gemeindegebiet funktioniert. Wir haben Funk-Wasserzähler, die wir in unseren Haushalten, in Häusern von Bürgern sowie Gemeindegebäuden, installieren. Diese schicken jeden Tag den Zählerstand ans Netz, an den Server. Dabei werden nur die Zählernummer, der Zählerstand sowie der Zustand der Batterien plus eventuelle Anomalien übertragen. Die Daten helfen der Gemeinde unter anderem bei der Fakturierung."

Schon zu Beginn den SIGI ins Boot geholt

„Es war vor einem Jahr. Da haben wir begonnen, uns zu informieren", so René Daubenfeld zu den Anfängen des Pilotprojekts in seiner Gemeinde: „RMS.lu und die luxemburgische Post haben damals die Gemeinden eingeladen, um etwas über die Systeme ‚Sigfox' und ‚intelligente Funkwasserzähler' zu erzählen. Zwei unserer Techniker und einer vom Schöffenrat waren bei dem Treffen dabei. Und als sie zurückgekommen sind, waren sie direkt voll begeistert. Dann haben wir gleich begonnen, loszulegen. Wir haben uns ein paar Mal mit der Post und mit RMS getroffen, aber ich habe direkt gesagt: Wir müssen auch den SIGI ins Boot bekommen, ehe wir etwas machen. Und ich war ganz erfreut, als ich beim SIGIDay mit Carlo Gambucci reden konnte. Er war auch voll begeistert und hat uns seine volle Unterstützung zugesagt. Und ich meine, da war der Zug auf den Schienen und da konnten wir die Bremsen loslassen und fahren."

 


 

Sigfox, IOT – neue Begriffe

Daubenfeld gestand: „Sigfox, Internet of things, etc. - das waren auch ganz neue Begriffe für uns. Wir mussten uns nach und nach schlau machen. Uns ist dabei immer mehr bewusst geworden, dass noch viel mehr dahinterstecken würde, als nur den Zählerstand zu notieren. Ursprünglich hatten wir im Kopf, unsere Zähler nach und nach zu ersetzen, also alles der Reihe nach. Dann habe ich aber gemeint: Das hat keinen Wert. Denn erstens profitieren wir intern nicht 100% von dieser Vorgehensweise. Und andererseits können auch unsere Bürger nicht voll davon profitieren. Da haben wir dann entschieden, in den sauren Apfel zu beissen und sagten: Wir installieren in der ersten Hälfte des Jahres in allen unseren Häusern, in all unseren Haushalten, diese neuen Zähler. Oder upgraden diese mit einem Modul."

 


 

Vorteile für die Gemeinden

René Daubenfeld ging auf das Thema „Automatisches Ablesen der Zähler" ein: „Daraus ergibt sich, dass unsere technische Abteilung vom manuellen Ablesen der Zähler befreit wird" und ergänzte:  „Durch das tägliche Ablesen können wir unsere Rechnungen periodisch genau und auch viel schneller erstellen. Wir brauchen im Grunde auch keine Vorauszahlung zu berechnen, weil wir ja den exakten Verbrauch haben. Dadurch entfällt eine gewisse Zahl von Arbeitsschritten im Bereich Abrechnungen. Die üblichen Reklamationen bei den Vorausrechnungen an die Bürger werden dann ebenfalls zu einem ganz großen Teil wegfallen. Auch bei einem Umzug kann direkt ein Kontoabschluss erstellt werden." Daubenfeld weiter: „Auf diese Weise haben wir auch eine tägliche Übersicht unseres Verbrauchs auf dem ganzen Gemeindegebiet. Man kann dann jeden Tag Voraussagen mit dem täglichen Verbrauch vergleichen. Verschiedene Störungen werden wir mit diesem System ebenfalls überwachen können."

 


 

Sowohl Überblick als auch Geldersparnis für den Bürger

Mittelfristig sieht Daubenfeld folgende Vorteile für die Bürger seiner Gemeinde: „Dank einer Anwendung, die gerade entwickelt wird, wird der Bürger jeden Tag seinen Verbrauch überwachen können. Das Ganze kann er bei macommune.lu einsehen. Er bekommt gewisse Statistiken gezeigt, etwa: täglicher Verbrauch, Mittelwerte pro Woche, pro Monat oder pro Jahr. Der Bürger kann auch Geld sparen, weil er besser informiert ist. Er wird  sensibilisiert, Wasser zu sparen und sein Portemonnaie zu entlasten." Daubenfeld ergänzte: „Das Ganze wird auch für jene interessant sein, die im Urlaub sind. Sie können von der Ferne aus den Wasserzähler verfolgen und notfalls den Nachbar bitten, nachzusehen, ob irgendwo eventuell das Wasser unter der Tür herausläuft. Auch im Hinblick auf den Klimapakt wird das neue System einen positiven Einfluss haben."

Weitere Vorhaben in der Gemeinde Bauschleiden

René Daubenfeld schloss mit einem Ausblick ab: „Das war das Thema Wasserzähler. Wir haben auch noch ein paar andere Ideen. Diese versuchen wir, im Jahr 2017 umzusetzen. Etwa das Wärme-Monitoring unserer Gemeindegebäude, das wir auch in das Sigfox-Netz einspeisen werden. Da wird der SIGI ebenfalls eine Anwendung entwickeln und auch an  das Energiebuchhaltungsprogramm EnerCoach anbinden. Und selbst für Rauchmelder soll es in Zukunft eine Anwendung geben."​

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